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Internationaler Aktionstag für Frauen*gesundheit – Gesundheit und Krankheit haben ein Geschlecht!

Am morgigen Freitag jährt sich der Internationale Aktionstag für Frauen*gesundheit. Mit Veranstaltungen weltweit erinnern zahlreiche feministische Initiativen am 28. Mai an die Bedeutung einer gendersensiblen Medizin und Gesundheitsforschung. Der Aktionstag geht auf eine Initiative lateinamerikanischer und karibischer Frauen* nach der 4. Internationalen Konferenz zur Frauengesundheit 1987 in Costa Rica zurück.

Die queer- und gleichstellungspolitische Sprecherin der Linksfraktion, Maja Tegeler, dazu: „Für uns als Fraktion DIE LINKE. ist dieser Tag ein Anlass, um daran zu erinnern, dass es an der Zeit ist, die Relevanz von Frauen*gesundheit über die Gynäkologie und die Geburtshilfe hinaus sichtbar zu machen. Bei der Arzneimittelvergabe, der Diagnostik oder auch der Behandlungsweise durch Ärzt*innen ist ein gendergerechter Blick unverzichtbar.“

Tegeler sieht bei der Frauen*gesundheit in Bremen viel Nachbesserungsbedarf: „Nur durch eine solide Faktenlage können durch die Krankenkassen gendergerechte Leistungen angeboten werden. Klar ist aber auch, dass die Strukturen stimmen müssen, um eine gute medizinische Versorgung für Frauen* zu gewährleisten. Im Land Bremen gilt das vor allem bei den Kapazitäten im Bereich von Schwangerschaftsabbrüchen, der Qualität und der Standorte für die Geburtshilfe und der gendersensiblen Ausbildung von Pflegekräften und Hebammen. Die qualitative Verbesserung müssen wir im Blick behalten und dürfen hier nicht nachlassen!“

Koalitionsvorhaben wie hebammengeleitete Kreißsäle und eine bedarfsgerechte Pflegestrategie seien besonders wichtig für mehr Geschlechtergerechtigkeit, erklärt die queer- und gleichstellungspolitische Sprecherin. Dabei müsse das Regierungsbündnis aber auch den speziellen Bedürfnissen marginalisierter Gruppen gerecht werden. „Als LINKE werden wir daher weiterhin eine gute Gesundheitsversorgung für obdachlose oder wohnungslose Frauen* und Geflüchtete sowie Migrant*innen starkmachen. Eine besonders dringliche Aufgabe sind auch nach wie vor adäquate Behandlungsangebote für trans*Personen.“ Zwar seien Anlaufstellen für trans*Personen in Bremen dank einer internen Fortbildung des Berufsverbandes der Frauenärzt*innen ausgeweitet worden, bemerkt Tegeler. Aber in dem Bereich der Diagnostik und Indikation müsse dringend nachjustiert werden.